Zahnersatzpflege

Auch herausnehmbarer Zahnersatz braucht – wie Ihre natürlichen Zähne – regelmäßige Pflege. Dadurch bleibt die Prothese hygienisch sauber und die Haltbarkeit verlängert sich. Hier einige wichtige Pflegehinweise und Tipps:

  • Reinigen Sie Ihre Prothese drei Mal täglich, nach jeder Hauptmahlzeit.
  • Füllen Sie das Waschbecken mit Wasser oder legen Sie ein Handtuch hinein. So vermeiden Sie Beschädigungen Ihrer Prothese, falls Ihnen diese entgleitet.
  • Bürsten Sie die Zahnzwischenräume, die Fläche, die dem Gaumen anliegt und besonders jene Teile, die Kontakt zum Restgebiss haben, gründlich mit einer Zahnbürste oder speziellen Prothesenbürste. Verwenden Sie hierfür Prothesenpaste, Zahnpasta oder Kernseife.
  • Spülen Sie anschließend die Prothese mit Wasser.
  • Auch das Restgebiss, die Mundschleimhaut und die Gaumenfalten im Oberkiefer sollten mit einer weichen Bürste mit runden Borsten gesäubert und massiert werden.
  • Wenn Sie die Pflege Ihrer „Dritten“ wie beschrieben durchführen, können Sie auf Reinigungstabletten verzichten. Diese enthalten chemische Zusätze, die Ihrem Zahnersatz auf Dauer schaden können.
  • Wenn Sie Ihren Zahnersatz für längere Zeit oder über Nacht aus dem Mund nehmen, legen Sie ihn am besten in ein Glas mit kaltem Leitungswasser.
  • Die Prothese bitte nie mit heißem Wasser reinigen oder auskochen.

Professionelle Zahnersatz-Reinigung in der Praxis

Wir empfehlen Ihnen, Ihren Zahnersatz zweimal jährlich in der Praxis kontrollieren zu lassen, besonders bei Druckschmerzen und prothesenbedingten Veränderungen der Mundschleimhaut. Einmal pro Jahr sollten Sie Ihre Dritten professionell reinigen lassen. Dies vermeidet Schleimhautentzündungen und Pilzerkrankungen im Mund. Die Reinigung erfolgt in der Praxis oder im zahntechnischen Labor mit speziellen Geräten. Sollte Ihr Zahnersatz beschädigt werden, versuchen Sie bitte nicht, die Reparatur selbst vorzunehmen. Kommen Sie schnellstmöglich in die Praxis. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Pflege von Implantat-Zahnersatz

Putzen Sie Ihren neuen Zahnersatz wie Ihre natürlichen Zähne: Am besten nach jeder größeren Mahlzeit, insbesondere aber nach dem Frühstück und abends, bevor Sie zu Bett gehen. Verwenden Sie hierfür eine mittelharte Bürste, die nicht länger als 3 Monate in Benutzung sein sollte.

Verteilen Sie zunächst flüchtig die Zahnpasta auf allen Zahnflächen - auch auf dem Zahnersatz. Bürsten Sie anschließend ca. 2 Minuten lang die Flächen - zunächst die Zahninnen- und -außenseiten, abschließend die Kauflächen.

Gerne zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Zähne am effektivsten bürsten, ohne dabei Ihr Zahnfleisch oder Ihren neuen Zahnersatz zu belasten. Darüber hinaus demonstrieren wir Ihnen, wie Sie mit Zahnseide und Interdentalbürsten die Bereiche zwischen den Zähnen optimal pflegen können.

Zusätzlich sollten Sie zweimal im Jahr Ihren Implantat-Zahnersatz professionell in der Praxis reinigen lassen. Dazu wird der Zahnersatz vom Implantat-Körper abgeschraubt, sorgfältig gesäubert und anschließend wieder befestigt. Dieser Vorgang dauert nur kurze Zeit und ist völlig schmerzfrei. Bei der professionellen Zahnersatz-Reinigung in der Praxis vergewissern wir uns gleichzeitig vom einwandfreien Zustand der Implantat-Versorgung. Diese regelmäßige Routineuntersuchung ist deshalb so wichtig, weil unbemerkte Entzündungen, Zahnfleischerkrankungen oder Karies ohne rechtzeitige Gegenmaßnahmen den sicheren Halt des Implantats beeinträchtigen und sogar zum Implantat-Verlust führen können.
Ihre Mitarbeit und Ihr Engagement sind gefragt. Doch es lohnt sich – schließlich geht es um Ihre (Zahn)gesundheit!

Was Sie nach operativen Eingriffen beachten sollten

Bei operativen Eingriffen, die eine lokale Betäubung erforderlich machen, sollten Sie nach der Behandlung einige Regeln einhalten, um eine möglichst schnelle und schmerzfreie Heilung sicherzustellen.

  • Grundsätzlich gilt, dass eine Betäubung das Reaktionsvermögen einschränkt. Verzichten Sie zu Ihrer Sicherheit für einige Stunden auf das Auto und lassen Sie sich nach der Behandlung nach Hause fahren.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen.
  • Bis zum Abklingen der Betäubung sollten Sie nichts essen. Wenn Sie Durst haben, trinken Sie Wasser – aber spülen Sie die Mundhöhle so wenig wie möglich aus, damit sich die Wunde stabilisiert.
  • Verzichten Sie den ganzen Tag auf Alkohol, Kaffee, Tee und Süßgetränke.
  • Da Nikotin die Wundheilung beeinträchtigt, sollten Sie mindestens ein bis zwei Tage auch nicht rauchen.
  • Putzen Sie, wie gewohnt, regelmäßig Ihre Zähne, sparen Sie jedoch in den ersten Tagen den Wundbereich aus.

Schwellungen und Schmerzen im Wundgebiet sind nach Abklingen der Betäubung normal. Kühlen Sie einige Stunden die Wundstelle von außen mit feuchten Umschlägen oder Kühlpackungen. Nach jeweils 10 Minuten Kühlung legen Sie ein paar Minuten Pause ein.

Bei jedem Patient verläuft die Wundheilung anders. Es kann durchaus vorkommen, dass die Wange geschwollen ist oder Sie den Mund nur schwer öffnen können. Allerdings sollte nach wenigen Tagen eine deutliche Besserung eintreten.

Was schwangere Patientinnen wissen sollten

Karies wird nicht „vererbt“, sondern durch Bakterieninfektion übertragen

Werdende Eltern und Geschwister sollten Vorsorge treffen, dass keine kariesverursachenden Bakterien auf das neugeborene Kind übertragen werden. Die Übertragung erfolgt z. B. oft durch Ablecken des Schnullers oder Löffels.

Zur Vermeidung der Bakterienübertragung sollten daher die Ernährungsgewohnheiten überprüft und gegebenenfalls umgestellt werden. Der Zuckerkonsum der gesamten Familie sollte reduziert werden. Vor allem die Mutter tut gut daran, auf Süßes verzichten, da zu viel Verzehr von Süßigkeiten während der Schwangerschaft nachweislich schon beim Embryo die Bedarfshöhe des Zuckerkonsums beeinflusst.

Größere Zahnrestaurationen bei der Mutter sollten möglichst frühzeitig - optimalerweise schon vor der Schwangerschaft - abgeschlossen sein, da einige zahnärztliche Behandlungen während der Schwangerschaft nur begrenzt möglich sind (Röntgenaufnahmen, Amalgamentfernung, Medikamente etc.).

Ein professionelles Vorsorgeprogramm für die ganze Familie ist vor, während und nach der Schwangerschaft sinnvoll. Je nach Kariesrisiko wird für jedes Familienmitglied ein individuelles Prophylaxeprogramm erstellt. Besonders wichtig ist dies für die Mutter, da für sie während der Schwangerschaft durch die Hormonumstellung ein erhöhtes Karies- und Parodontitis-Risiko besteht.

Die eigene häusliche Mundhygiene ergänzt diese Maßnahmen und ist für den Vorsorgeerfolg besonders wichtig. Im Rahmen unseres Prophylaxe-Programms erfolgt eine entsprechende Einweisung mit wichtigen Tipps und Pflegehinweisen.

Zahn-Implantate - Antworten auf häufig gestellte Fragen

In welchen Fällen können Implantate eingesetzt werden?

Grundsätzlich immer, wenn einer, mehrere oder auch alle Zähne ersetzt werden müssen. Eine individuelle Implantat-Planung ermöglicht die optimale Wiederherstellung der natürlichen Gebissverhältnisse. Auch bei Zahnverlust durch einen Unfall ist das Implantat häufig die ideale Alternative.

Wie sicher sind Implantate?

Zahn-Implantate haben sich mittlerweile weltweit millionenfach bewährt. Unverträglichkeiten oder Implantatverluste kommen statistisch betrachtet sehr selten vor.

Woraus bestehen Implantate?

Zahn-Implantate sind in der Regel aus Titan, einem sehr körperverträglichen Metall. Auch in der allgemeinen Chirurgie werden künstliche Gelenke aus Titan seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.

Wie läuft die Implantation ab?

Das Implantat wird unter örtlicher Betäubung in den Kieferknochen eingesetzt. Das Implantat braucht einige Zeit, bis es fest mit dem Kieferknochen verwachsen ist. Für diese Zeit erhalten Sie einen provisorischen Zahnersatz. Nach der Einheilphase wird der endgültige Zahnersatz auf dem Implantatkörper befestigt.

Für welche Patienten kommen Zahnimplantate in Frage?

Eine Implantation ist praktisch bei allen Patienten mit einer gesunden Ausgangssituation und einer normalen Wundheilung möglich.

Gibt es Altersgrenzen?

Altersbegrenzungen gibt es keine. Selbst bei Patienten in sehr hohem Alter können Implantationen durchgeführt werden, sofern es ihr allgemeiner Gesundheitszustand erlaubt. Gegebenenfalls erfolgt eine Absprache mit dem Hausarzt.

Was gilt es nach der Implantatversorgung zu beachten?

Wichtig für den Langzeiterfolg einer Implantat-Versorgung sind die Nachsorge in der Praxis mit regelmäßiger professioneller Prophylaxe sowie die konsequente und sorgfältige Mundhygiene. So schaffen Sie optimale Voraussetzungen für eine dauerhaft sichere Zahnersatzversorgung, an der Sie lange Freude haben.

Was kostet eine Implantatversorgung?

Die Kosten sind u. a. von der Anzahl der Implantate und dem vorgesehenen Zahnersatz abhängig. Nach einer umfassenden Voruntersuchung und einem persönlichen Beratungsgespräch erhalten Sie Ihr individuelles Angebot.

Welche Vorteile bieten mir Zahnimplantate?

  • Fester, belastbarer Zahnersatz, der nicht verrutscht und nicht herausfällt.
  • Die Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden, wie zum Beispiel bei herkömmlichen Brücken.
  • Keine Entzündungen durch Druckstellen und keine Beschädigung gesunder Zähne durch Klammern.
  • Implantatgetragener Zahnersatz steigert in hohem Maße Kaukomfort, Sicherheit und die Lebensqualität. Implantate sind eine wertvolle Investition in Ihre Gesundheit und in Ihr Wohlbefinden.